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Aktuelles aus der Presse

"Das kann sich sehen lassen"

Gesundheitsversorgung Das Reha-Zentrum Hess hat im Altbau des Crailsheimer Krankenhauses seinen Betrieb aufgenommen. Erste Tagesklinik weit und breit. Heute ist Tag der offenen Tür. Von Andreas Harthan

Es ist ein besonderer Tag für den Landkreis“, hob Werner Schmidt, Geschäftsführer des Kreisklinikums in Crailsheim, vorgestern bei der Einweihung des Reha-Zentrums Hess im Altbau des Krankenhauses hervor. Jutta und Milko Hess, die eigentlich dem Landkreis bei der Suche nach einem Träger für eine Reha-Einrichtung nur beratend zur Seite stehen wollten, haben schließlich selbst investiert. „Ein Glücksfall für uns“, unterstrich Schmidt bei der Einweihungsfeier – und hob das Ehepaar, das seit 2003 eine Tagesklinik in Bietigheim-Bissingen führt, kurzerhand in den Rang „bedeutender Persönlichkeiten in Hohenlohe“.

Für Menschen aus der Region, die eine Reha brauchen, kam bislang nur eine stationäre Behandlung irgendwo im Land infrage. Viele wollen das aber gar nicht, wochenlang weg von zu Hause sein. Ab sofort können diese Patienten vor Ort behandelt werden – in der Tagesklinik für orthopädische und neurologische Rehabilitation in Crailsheim. Die Einrichtung, die von zwei erfahrenen Reha-Ärzten geleitet wird, hat am 6. November ihren Betrieb aufgenommen. Der typische Hess-Therapieplan sieht eine in der Regel 15-tägige Versorgung vor. Die Patienten befinden sich zwischen vier und sechs Stunden am Tag im Reha-Zentrum, werden dort von Experten verschiedener Fachgebiete betreut. Bei Bedarf werden sie von zu Hause abgeholt und wieder heimgebracht. Derzeit gibt’s rund 20 Reha-Plätze in der Einrichtung, die auf mehrere Stockwerke des Altbaus verteilt sind.

Das Gebäude wurde vom Landkreis mit einem Aufwand von rund zwei Millionen Euro saniert. Zudem hat die Firma Hess einen hohen Betrag in die Ausstattung gesteckt, sodass sich die Tagesklinik, so Schmidt, „sehen lassen kann“. Das sehen auch die Kostenträger so. Vertreter von Krankenkassen und Deutscher Rentenversicherung haben die Klinik unter die Lupe genommen, und waren anschließend voll des Lobes, wie Milko Hess nicht ohne Stolz berichtete.

Dass das Reha-Zentrum noch im alten Jahr seine Arbeit aufnehmen konnte, sei „eine Meister leistung aller Beteiligten“, so Kreisklinikum-Geschäftsführer Schmidt. Insbesondere die Handwerker hätten Tag und Nacht gearbeitet – auch an Sonntagen. Und damit die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich Milko Hess, der den Landkreis doch nur beraten wollte, erneut in der Rolle des „Pioniers“ wiederfindet. Das gefällt dem Unternehmer, der für sich auch in Anspruch nimmt, „Visionär“ zu sein, durchaus. In Hohenlohe sieht er ein „riesiges Entwicklungspotenzial“, was die ambulante Therapie angeht. Einig ist er mit Schmidt, dass die Tagesklinik nicht den Physiotherapie-Praxen in der Region das Wasser abgräbt. Ganz einfach deshalb weil keine der Praxen die Zulassung für ambulante Therapien hat. Hess verweist zudem auf seinen Standort in Bietigheim- Bissingen, in dessen Nachbarschaft sich mehrere Physiotherapeuten angesiedelt hätten.

Dass die Firma Hess den Weg nach Crailsheim gefunden hat, ist der Basketballbegeisterung von Dr. Jens Rossek, dem Orthopädie-Chefarzt am Kreisklinikum, und von Dr. Christoph Lukas, Leitender Arzt im Reha-Zentrum von Hess in Bietigheim-Bissingen, zu verdanken. Ein erstes Treffen maßgeblicher Personen des Landkreises und der Firma Hess kam nach einem Basketballspiel in der Arena in Ilshofen zustande. Aus der Idee, die dort besprochen worden ist, wurde eine millionenschwere Investition in Crailsheim.

Hohenloher Tagblatt / 02.12.2017 / Andreas Harthan

Klinikum-Geschäftsführer Werner Schmidt (links) überreichte an Jutta und Milko Hess ein Geschenk des Landkreises. 
Foto: Andreas Harthan
Klinikum-Geschäftsführer Werner Schmidt (links) überreichte an Jutta und Milko Hess ein Geschenk des Landkreises.
Foto: Andreas Harthan