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Aktuelles aus der Presse

100 Einsatztage

An 100 Einsatztagen bereits bewährt

Rettungsdienst. Seit Januar steht der Bevölkerung in Crailsheim ein zusätzliches Notarzteinsatzfahrzeug der Johanniter-Unfall-Hilfe zur Verfügung. Standortleiter Florian Rettenmeier zieht eine positive Bilanz.

Seit hundert Tagen ist Florian Rettenmeier, Crailsheimer Standortleiter der Johanniter, mit seinem fünfköpfigen Team jetzt im Einsatz. Ausgangspunkt ist dabei stets das Klinikum Crailsheim in der Gartenstraße. Seit Inbetriebnahme gab es 155 Einsätze in der Region. „Eine beachtliche Zahl für die kurze Zeit. Sie zeigt, wie notwendig die Erweiterung um dieses Rettungsmittel in Crailsheim war“, so Rettenmeier.

In einer Zwölf-Stunden-Schicht an 365 Tagen im Jahr steht das Johanniter-Team bereit. Angefordert wird es von den Disponenten der integrierten Leitstelle in Hall, abhängig von der Notsituation an der Unfallstelle, teilt die Pressestelle der Johanniter mit. „Dabei arbeiten Klinikum und Johanniter-Unfall-Hilfe Hand in Hand“, so der Standortleiter.

„Nach Alarmierung besetzen meine Kollegen und ich sofort das Notarzteinsatzfahrzeug. So kann der zuständige Notarzt des Klinikums schnell ins einsatzbereite Fahrzeug steigen“, erläutert der Fachmann. Vom Alarm bis zum Eintreffen am Einsatzort wird durch verschiedene Statusmeldungen die Kommunikation mit der Leitstelle aufrechterhalten.

Bei Eintreffen des Notarztautos ist ein Rettungswagen meist schon vor Ort, die Versorgung des Patienten hat bereits begonnen. „Rendezvous-System“ heißt das im Rettungsdienst. Der Notarzt fährt gesondert mit einem speziell ausgestatteten Zubringer zum Einsatzort. „So kann der Mediziner nach erfolgter Versorgung, je nach Zustand des Patienten und unabhängig vom Rettungswagen zum nächsten Einsatz fahren“, so Rettenmeier über das mittlerweile bundesweit verbreitete Einsatzverfahren.

Ausgestattet ist das Fahrzeug mit einem Beatmungsgerät, EKG, Defibrillator, Kohlenmonoxid- Messgerät, Trauma-Rucksack sowie weiteren medizinischen Geräten wie auch Medikamenten für die Notfallversorgung. Sogar für einen potenziellen Kindernotfall ist das Notarzteinsatzfahrzeug voll ausgestattet. „Für Kindernotfälle haben wir spezielles Material wie kleinere Manschetten, Infusionen oder auch Beatmungsmasken. Ein Kindernotfall stellt für den Notarzt und auch die Rettungskräfte immer eine besondere Situation dar“, so der Fachmann, der seit 18 Jahren als Rettungsassistent in der Notfallrettung tätig ist.
Nach über drei Monaten im Einsatz zieht Florian Rettenmeier erste Bilanz: „Die Zahl der Rettungsdiensteinsätze wächst seit Jahren kontinuierlich. Wie unsere Einsatzzahlen zeigen, auch die, die einen Notarzt erfordern.“ In der ländlichen Region steht der Rettungsdienst vor ganz anderen Herausforderungen als in der Stadt. Die weiten Strecken und der Ärztemangel zollen ihren Tribut. Durch den zusätzlichen Notarztwagen ist die Notfallversorgung in der Region entlastet worden. „Auch von Kollegen aus anderen Rettungsdienst-Einheiten, den Notärzten des Klinikums, selbst von der Bevölkerung hören wir, wie froh sie um diese Unterstützung durch die Johanniter sind“, bestätigt Rettenmeier.

Weitere Mitarbeiter gesucht

Eine Herausforderung, vor der auch die Notfalleinheit von Florian Rettenmeier steht, ist es, weitere Mitarbeiter für den Rettungsdienst zu finden. Speziell hier in der Region sucht er noch ausgebildete Notfallsanitäter oder Rettungsassistenten, schließt er ab.
Das Team um Standortleiter Florian Rettenmeier besteht aus Rettungsassistenten und Notfallsanitätern. Sie bringen viel Erfahrung aus anderen Standorten wie Stuttgart und Wolpertshausen mit. Dort betreiben die Johanniter mehrere Rettungswachen und einen großen Notarzt-Standort. Die Erweiterung um das Notarzteinsatzfahrzeug in Crailsheim hat 2017 der Bereichsausschuss beschlossen. Dem Ausschuss gehören die Hilfsorganisationen sowie Vertreter der Krankenkassen an.

Hohenloher Tagblatt / 13.02.2018

Seit 100 Tagen ist das Team der Johanniter-Unfall-Hilfe im Einsatz mit (von links) Cassiel Dähmcke, Axel Rümmele, Michael Pröger, Christian Poggensee und Florian Rettenmeier.
Foto: Beatrice Weingart
Seit 100 Tagen ist das Team der Johanniter-Unfall-Hilfe im Einsatz mit (von links) Cassiel Dähmcke, Axel Rümmele, Michael Pröger, Christian Poggensee und Florian Rettenmeier.
Foto: Beatrice Weingart